Das neue Stadtquartier Nordwestbahnhof bezieht seine Eigenständigkeit aus dem dialektischen Dialog zwischen der Heterogenität der Umgebung und der neuen urbanen Struktur. Dabei stehen topologische Setzungen für die Eigenständigkeit und typologische Umsetzungen für die Einbindung.
Der zentrale Stadtpark bildet den urbanen „Stempel“, der das Areal Nordwestbahnhof in den Stadtgrundriss einschreibt. Diese grüne Mitte als durchgängige Verbindung von Norden nach Süden vereint unterschiedliche Freiraumnutzungen in einer offenen Struktur.
Die beiden Ränder des Parks sind unterschiedlich ausformuliert: in der Morgensonne ein ruhigerer Parkweg, in der Nachmittagssonne eine belebte Parkesplanade. Drei Hochhäuser bezeichnen wichtige Orte des Areals und verorten das Areal im Massstab der ganzen Stadt.
Die Struktur der Baufelder und die Strassenzüge binden das Aral auf eine selbstverständliche Art und Weise in die umgebende Stadtstruktur ein. Typologisch entsprechen die Baufelder städtischen Blockrandstrukturen mit der Möglichkeit zur vertikalen Nutzungsmischung als Grundlage für einen qualitätvollen städtischen Alltag im Stadtquartier Nordwestbahnhof.
Diese Ordnung der Baufelder ermöglicht eine nachhaltige Stadtentwicklung in Etappen. Dabei sichern einfache und klare Regeln die städtebauliche Qualität und hochwertige Adressen im Areal und im Gefüge der Stadt.
Ort: Nordwestbahnhof Wien, 20.Bezirk
Auftraggeber: Stadt Wien MA 21A, ÖBB-Immobilien
Städtebaulicher Wettbewerb März 2008, 1. Rang,
Masterplan 2009/2010, Testplanung und Arealwidmung 2011/2012, erste Realisierungen ab 2014
Arealgrösse: 44 ha
Nutzungen: Wohnen 550’000 m2, Arbeiten 166’000 m2, Einzelhandel, Freizeit und Kultur 43’000 m2, Öffentliche und soziale Nutzungen 35’000 m2 (ca. 12’200 BewohnerInnen und 4’700 Arbeitsplätze), Stadtpark 11.5ha