| Ort | Schulstrasse, 6438 Ibach |
|---|---|
| Auftraggeberin | Gemeinde Schwyz |
| Nutzungen | Umbau und Erweiterung Schulhaus für 10 Klassen mit Gruppenräumen Zyklus 1; Neubau Doppelsporthalle und Schulhaus für 10 Klassen mit Gruppenräumen Zyklus 2; Umbau Turnhalle zu Tagesstruktur, Mehrzwecksaal und Bibliothek; Pausenplatz, Kilbiplatz und Schwingplatz |
| Termine | Projektwettbewerb 2026, 1. Rang Vorprojekt/Bauprojekt: 2027, Baueingabe: 2028, Realisierung: 2029-2031 |
| Kenndaten | Geschossfläche 9‘323 m2, Gebäudevolumen 41‘421 m3, |
| Energiestandard | Minergie-A-ECO |
| Team | Generalplanung: Ernst Niklaus Fausch Partner AG, Zürich Landschaftsarchitektur: Klötzli Friedli Landschaftsarchitekten AG, Bern Bauingenieur und Fassadenplanung: Lüchinger Meyer Partner AG, Zürich HLKSE-Planung: Hefti.Hess.Martignoni AG, Aarau |
Für die Erneuerung und Erweiterung der Schulanlage Ibach steht das Schaffen eines zusammenhängenden Lern-, Bewegungs- und Begegnungsortes für Schule und Dorf im Vordergrund. Ausgangspunkt der Überlegungen ist dabei die heutige Heterogenität des Areals, welchem – trotz grosszügiger Freiräume – eine klare Identität fehlt.
Durch die Bündelung von Schule und Sport im neuen Haus Muota wird das Areal räumlich geklärt. Es entstehen grosszügige, flexibel nutzbare Freiräume, insbesondere ein zentraler Schul-Dorf-Platz als neue gemeinsame Mitte sowie eine offene Sportwiese als «kleine Allmend» für die Schule, die Vereine und das Ibachschwinget. Die Schulstrasse wird zu einem sicheren, gemeinschaftlichen und verbindenden Begegnungsraum weiterentwickelt. Das «neue Haus Muota» wird über eine Vorhalle an den Pausenplatz angebunden. Während die Doppelsporthalle als Massivbau teilweise im Erdreich liegt, sind die beiden Schulgeschosse als einfache Holzbauten auf die Halle aufgesetzt. Ein zentraler Hof als Unterrichtsgarten organisiert die Schulgeschosse. Die klare und einfache Holzstruktur erlaubt eine grosse Flexibilität sowohl in der Nutzung der Geschosse als auch in der Anordnung der Räume.
Das «Haus Christophorus» wird durch einen mimetischen westlichen Anbau und einfache Brandschutzmassnahen vom Gang- zum Clusterschulhaus transformiert. Das «Kindergartenhaus» als östlicher Anbau verfügt über eine eigenständige Erschliessung, welche gleichzeitig als Spiel- und Sportgerüst dient.
Durch die Umnutzung der ehemaligen «Turnhalle Christophorus» in die Räume der Tagesstruktur und den Mehrzweckraum nimmt diese eine, alle Stufen verbindende, Funktion am zentralen Pausenplatz ein. Über Vorhallen, Foyers, Anbauten und Aussenräume werden die Gebäude untereinander und mit der Umgebung verbunden. So entsteht eine robuste und nachhaltige Schulanlage, welche mit architektonischen und ortsbaulichen Mitteln die angestrebte pädagogische Offenheit unterstützt und eine klare Identität der Schule Ibach schafft.