Lehrschwimmbecken, Stäfa

 

 

Ort8712 Stäfa
AuftraggeberGemeinde Stäfa, Fachbereich Immobilien
NutzungenLehrschwimmbecken
TermineStudienauftrag 2022
KenndatenGV 13‘100 m3, GF 2‘660 m2
EnergiestandardMinergie
TeamLandschaftsarchitektur: Manoa Landschaftsarchitekten GmbH, Meilen; Bauingenieur: Dr. Lüchinger+Meyer Bauingenieure AG, Zürich; HLKS-Ingenieur: Abicht Aarau AG, Aarau; Elektroingenieur: HEFTI.HESS.MARTIGNONI Bern AG, Bern; Baumanagement: Fazun AG, Zürich

Die neue Schwimmhalle und die Sportflächen werden durch drei ortsbauliche, topographische und aussenräumliche Setzungen zum attraktiven Teil des «Campus Obstgarten»: Schaffung einer Adresse an der Campusachse, Einpassen des Neubaus in die Topografie, Öffnen des Areals. Der Aussenraum ist dabei in zwei Bereiche gegliedert: einen öffentlich zugänglichen «Parkgarten» im Norden und einen eingezäunten «Sportpark» im Süden. Dazwischen liegt die «Obstgartenterrasse» als Hauptdresse.

Im Hallenbad empfängt ein grosszügiges, vielfältig nutzbares Foyer die Besucher:innen an der «Obstgartenterrasse». Die eigentliche Schwimmhalle ist grosszügig und dreiseitig belichtet, mit Sitzbänken an den Längsseiten. Auf den Querseiten regeln transluzente Elemente die Einsicht, auf der Längsseite kann der Blick ins Grüne schweifen. Die baulichen Nutzungen im Zusammenhang mit der Sportplatznutzung werden als einfache «Holzschuppen» in der Tradition, der auf dem Areal aktuell bestehenden Bauten verstanden. 

Die Schwimmhalle wird als vorgefertigte Holzkonstruktion erstellt. In diese Halle wird die «Garderobenbox» eingestellt, welche alle dienenden Nutzungen enthält. Auf dem Dach der «Box» befinden sich die Räume für die Mitarbeiter:innen und die Lüftungsgeräte. Durch das Sichtbarmachen der Trag-, Nutzungs- und Installationsstruktur werden diese in das didaktische Umfeld integriert. Die Holzstützen werden aussen mit einer vertikalen Nut-Kamm-Schalung in Yakisugi-Methode verkleidet. Das so entstehende Raumgerüst wird auf zwei Ebenen ausgefacht: Eine einfache Pfosten-Riegel-Konstruktion bildet die innere Schicht, mit transparenten, transluzenten und opaken Füllungen – je nach Ausrichtung und Nutzung. Vor dieser Fassadenebene liegt die Ebene der Stromproduktion und der Beschattung. Diese wird einerseits gebildet durch geschuppte PV-Module und andererseits durch ein zwischen die Holzstützen eingespanntes Vordach.

Durch die architektonischen Setzungen entstehen auf allen Seiten attraktive Fassaden, welche zusammen mit den landschaftlichen und topografischen Eingriffen dem Ort eine klare Identität und Unverwechselbarkeit geben.

 

 

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