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146 Masterplan für das Gebiet Praille Acacias Vernets im Südwesten von Genf

Das Gebiet Praille-Acacias-Vernets (PAV) ist ein wichtiges Entwicklungsgebiet der Region Genf. Es liegt in einer Senke zwischen Lancy und der Arve. PAV ist gut erschlossen für den privaten und öffentlichen Verkehr. Ein deutliches Defizit besteht beim Langsamverkehr, sowohl was die Erschliessungs- als auch die Gestaltqualität betrifft.

Für PAV haben wir folgende Ziele definiert:
PAV soll sich über hochqualitative Aussenräume und innovative Architektur auszeichnen.
PAV soll ein Beispiel für städtische Mobilität werden.
PAV soll ein Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung werden.
PAV soll einfach und doch mit Qualität weiterentwickelt werden können.
PAV soll im Bewusstsein der Stadt als guter Standort verankert werden.

Das städtebauliche Konzept basiert auf einer umfassenden räumlichen und strukturellen Analyse, welche in ein Entwicklungskonzept überführt wird. Das ermöglicht ein Aufbauen auf den bestehenden Strukturen und eine kontinuierliche Arealentwicklung.
Der Masterplan definiert drei Gebiete: Acacias-Vernets, Carouge, Praille und eine verbindende Mitte, den Place d’Etoile. Jedes dieser Gebiete erhält einen eigenen Charakter.

Ziel des Verkehrskonzeptes (MIV, ÖV und LV) ist es, eine zusammenhängende „städtische Mobilität“ zu erreichen. Dabei werden Flächen mehrfach und von unterschiedlichen Verkehrsträgern genutzt, das Tempo der Bewegung ist moderat und die Gestaltung der Verkehrsflächen sorgfältig abgestimmt.

Ziel der Nutzungsplanung ist es, ein durchmischtes Stadtquartier hoher Dichte mit differenzierten Schwerpunkten zu erreichen. Grundlegend für das Verständnis der Nutzungskonzeption ist das Thema der vertikalen Durchmischung in allen Teilgebieten.

Im Perimeter besteht ein grosses Defizit an öffentlichen Grün- und Aussenräumen mit hoher Aufenthaltsqualität. Ein Netz aus unterschiedlichen Grünräumen bietet attraktive Wege für den LV an, schafft unverwechselbare Adressen im Quartier und ermöglicht eine ökologische Vernetzung.

Bearbeitungsperimeter: 230 ha
Kenndaten: Schaffung von ca. 40'000 Arbeitsplätzen (20'000 bestehend) und 9'000 grossen Wohnungen (3'000 bestehend) mit zugehörigen öffentlichen Nutzungen, Verkehrsräumen und Aussenräumen
Auftraggeber: Fondation pour les Terrains Industriels de Genève (FTI), Genf
Termine: Studienauftrag Oktober 2006, 1. Rang, Masterplan April 2007, Bebauungsplanung Place de l’Etoile Mitte 2008
Verkehsrplanung: Müller, Roman & Schuppisser, Zürich; Citec, Genf
Stadtforschung: Christian Schmid, Zürich
Landschaft: Zulauf Schweingruber, Zürich
Nachhaltigkeit: Fondation Nature et Economie, Montreux