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Situation
 
 
Perspektive Aussen
 
 
Perspektive Hof
 
 
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197 Wohnstandort Aargau Neuenhof

Im Grünen wohnen, und doch ganz nah am Puls der Welt, das ist der Traum der meisten Agglomeriten. In fünf Minuten in Baden, in fünfundzwanzig in Zürich, ein paar hundert Meter zur A1, Läden für den alltäglichen Bedarf und Schulen in der Nähe und den Naherholungsraum direkt vor der Tür ...

Neuenhof ist Teil der Agglomeration Baden, und des Limmattals – dem Arm des Zürcher Wirtschaftsraumes, der bis in den Aargau hineinreicht. Tausende qualifizierte Arbeitsplätze liegen in Reichweite von weniger als einer halben Stunde. Trotz dichter Besiedlung ist hier Wohnen mit Landschaftsbezug und Ausblick möglich.
Das Areal liegt nahe beim Zentrum mit Einkaufsmöglichkeiten für den Alltag und den Schulen - wenige hundert Meter bis zum Autobahnanschluss und einige Schritte zum S-Bahnhof.

Der mit einer Mauer umschlossene Garten ist der private Aussenraum und das Zentrum der Anlage. Er steht für das Besondere, das Einmalige und das Neuartige dieser Bebauung. Der eingefriedete Garten als Ausdruck des uralten Bedürfnisses nach Ungestörtheit und Abgeschiedenheit inmitten von turbulenter, umtoster Umgebung findet eine neue Form: Die an der Mauer stehenden, darüber kragenden oder anlehnenden Gebäude verorten das Ensemble über eigenständige, durch die Arealränder geprägten Adressen in der Umgebung und somit in Neuenhof.

In Neuenhof ist das Lebensmilieu ‹Konsumorientierte Arbeiter› traditionell stark übervertreten. Wegen der Lagequalität soll bei dieser neuen Siedlung bewusst ein anderes Zielpublikum angesprochen werden: Postmaterielle (fortschrittlich, sozial aufgeschlossen, kulturell interessiert) und junge Performer (junge Leistungs-Elite mit materieller Prägung). Drei unterschiedliche Wohnungsangebote – bodennnahes Wohnen im Reihenhaus, grosszügige Geschosswohnungen und loftartige Kleinwohnungen – werden ergänzt mit zumietbaren Arbeitsräumen und gemeinschaftlichen Nutzungen. Die betreute Gartenanlage, das Schwimmbad, das Café und die Kinderkrippe unterstützen im Sinne eines ‹Serviceangebots für Alle› den Alltag sowohl der mobilen wie auch der weniger mobilen Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Gebäudestrukturen folgen dem Konzept der Systemtrennung. Die in Massivbau erstellte Primärstruktur ist tragend und bildet gleichzeitig die primären Brandabschnitte. Die übrigen Bauteile werden als Holzelemente ausgeführt. Das Konzept der Systemtrennung in Tragwerk, Haustechnik und Ausbau ermöglichen es, die Gebäude ohne grossen Aufwand und Ressourcenverbrauch den sich ändernden Bedürfnisse der Gesellschaft anzupassen.

Arealgrösse: 19’250m2
Kenndaten: Loftwohnen 6’150m2, Geschosswohnen 4’950m2, Reihenhäuser 3’400m2, Pavillon 600m2
Aussenraum: Raymond Vogel, Zürich
Auftraggeber: Kanton Aargau
Termine: Wettbewerb Juli 2008, 1. Rang, planerische Umsetzung 2009-10, Realisierung ab 2010/11